Laufen ist gesund! Oder doch nicht?

Laufen ist die natürlichste Bewegungsform des Menschen. Es kann fast immer, überall und mit relativ geringem Zeitaufwand ausgeführt werden und ist deshalb so beliebt wie kaum eine andere Sportart in Deutschland. Obwohl Laufen so simpel ist, kann es doch ziemlich abwechslungsreich gestaltet werden: So können Streckenlänge, Terrain, Intensität oder Streckenauswahl zu den vielfältigsten Kombinationen führen, die nach Tagesform oder gesteckten Zielen gewählt werden können.


Warum ist Laufen so gesund?


Einige positive Faktoren auf unseren Körper sind:


1. Herz-Kreislaufsystem: Dieses wird durch regelmäßiges Laufen so trainiert, dass das Herz leistungsfähiger wird und mit weniger Herzschlägen die benötigte Menge Blut durch den Körper pumpen kann. Dadurch wird das Herz weniger beansprucht und kann länger gesund bleiben.

2. Abnehmen: Kann durch das Laufen besonders gut unterstützt werden. Bewegung und gesunde Ernährung sind die Schlüssel für ein langfristig gesundes Körpergewicht. Beim Laufen wird in kurzer Zeit eine Menge Kalorien verbrannt. In einer halben Stunde können das 300-400 Kalorien sein, je nach körperlicher Voraussetzung. Das Laufen wirkt hier als Stoffwechselverstärker und hilft, Nährstoffe zu verwerten.

3. Rückenprobleme: Rund zweidrittel der Deutschen haben regelmäßig oder gelegentlich Rückenprobleme. Menschen, die regelmäßig laufen, wirken dem entgegen, indem sie aktiv gegen Verspannungen arbeiten, die verkümmerte Rumpfmuskulatur stärken und die Bandscheiben gut mit Nährstoffen versorgen. Bei einem akuten, sehr spezifischen Rückenschmerz sollte allerdings immer ein Arzt konsultiert werden. Wichtig ist eine gute Lauftechnik und gleichzeitig gegen muskuläre Dysbalancen vorzugehen, um nicht in eine dauerhafte Fehlhaltung zu kommen.

4. Stressabbau und Stimmung: Durch die Ausschüttung verschiedener Hormone sind Läufer weniger stimmungsschwankend und insgesamt ausgeglichener. Im Gegensatz dazu werden auch weniger Stresshormone ausgeschüttet und bereits vorhandene Stresshormone werden vermehrt abgebaut. Außerdem wird jeder Läufer bestätigen können, dass das Abschalten an der frischen Luft optimal ist, um wieder auf frische, positive Gedanken zu kommen.


Was ist mit Risiken?


Die Liste könnte noch lange fortgeführt werden. Doch was meine ich mit dem Zusatz in der Überschrift „Oder doch nicht“? Besteht Übergewicht, muss auf jeden Fall vorsichtig begonnen werden. Walking als Vorstufe zum Laufen wäre ein Beispiel. Bei starkem Übergewicht sollte auch ein Arzt konsultiert werden, um Herz-Kreislauferkrankungen auszuschließen (dies ist auch jedem anderen Anfänger zu empfehlen, der im mittleren Alter starten möchte).

Weiterhin besteht ein erhöhtes Verletzungsrisiko, wenn Laufumfänge oder -intensitäten zu rasch gesteigert werden. Um diesen Gefahren vorzubeugen, kann zu Beginn ein Laufcoaching empfehlenswert sein, um grundlegenden Themen wie Lauftechnik, Trainingsplanung und Ergänzungstraining zu erlernen und zu verstehen.

Zusammenfassend kann man sagen: Wenn das Laufen richtig angegangen wird, hat es sehr viele positive Effekte auf unsere körperliche und mentale Gesundheit. Der alte Spruch: „Laufen ohne Schnaufen“ trifft immer noch einen sehr wichtigen Kern. Wer aus gesundheitlichen Gründen läuft sollte dieses Motto größtenteils beherzigen, dann ist Laufen in den allermeisten Fällen dazu geeignet, ein gesünderes und glücklicheres Leben zu führen!

In diesem Sinne hoffe ich, dass ich einige Ideen und etwas Inspiration teilen konnte. Bleibt gesund und fit!


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